ESE Report 35: Traceability in Theorie und Praxis

Lästige Forderung von Normen oder hilfreiche Maßnahme zur Qualitäts- und Effizienzsteigerung?

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Normen, die Safety-Aspekte adressieren, fordern ausnahmslos eine Traceability. Früher wurde dieser Forderung durch die aufwändige Erstellung und Pflege von sog. Cross-Referenz-Listen Genüge getan.

Hinsichtlich Engineering-Effizienz ist die händische Pflege von CrossReferenz-Listen in Bezug auf Nutzen zu Aufwand sicher fragwürdig.

Heute gibt es Anforderungs-Management-Lösungen, mit denen das Erstellen und Pflegen von Linkbeziehungen um ein vielfaches einfacher möglich ist. Aber noch wichtiger, es können aus diesen Links dann je nach Kontext und Fragestellung sehr ausdrucksstarke Traceability-Analysen durchgeführt und dargestellt werden, was Cross-Referenz-Listen nicht leisten können.

Das wiederum ist nur möglich, wenn die Metastruktur der Linkbeziehungen die Daten so bereitstellt, wie sie für die Analyse benötigt werden, was in der Praxis leider selten der Fall ist.

Bereits bei DOORS® , dem ‚Platzhirsch‘ der Anforderungs-ManagementLösungen, ist die Default-Einstellung der Linkbeziehungen so gewählt, dass alles mit Allem auf Basis eines Default Linktypes verlinkt werden darf. Projekte, in denen diese Default-Einstellung genutzt wird ohne eine Metastruktur zu konfigurieren landen nach wenigen Wochen im LinkGewirr, in dem über mehrere Ebenen hinweg alles mit Allem verlinkt und eine aussagekräftige Analyse nicht mehr möglich ist.

Dieser Engineering Report stellt im ersten Teil den Wirkmechanismus von Linkbeziehungen und darauf aufbauenden Traceability-Analysen dar.

Im zweiten Teil geht es dann um die häufigsten Fehler bei der Anwendung, die dazu führen, dass qualitative Traceability-Aussagen nicht möglich sind und damit der Effizienzgewinn nicht erzielt wird.

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