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Arbeiten Sie noch mit Keil MDK V5?

Geschrieben von Renate Stuecka | 26.02.26 14:36

Keil Microcomputer Development Kits für Arm Cortex Mikroprozessoren sind weit verbreitet für die Entwicklung von Embedded Software. Mit der Version 6, die im Jahr 2024 herauskam, wurde das Kit wesentlich erweitert und verbessert; die Produkt-Bundles wurden übersichtlicher strukturiert, und ein neues Lizenz-Konzept erlaubt flexibleres Arbeiten für die Entwickler.  

Falls Sie sich noch nicht für den Wechsel zu Keil MDK V6 entschieden haben, hier finden Sie eine Übersicht der wesentlichen Neuerungen

Inhalte

1. Mehr Flexibilität bei den Plattformen mit Keil MDK V6

2. State-of-the-art Entwicklungsumgebung

3. Wirtschaftliche Vorteile

4. Erweiterte Integration von Arm Virtual Hardware

5. IoT Edge Anwendungen

6. Warum Migration zu V6 jetzt sinnvoll ist

7. Frequently Asked Questions

 

1. Mehr Flexibilität bei den Plattformen mit Keil MDK V6 

Die aktuelle Version Keil MDK V6 unterstützt erstmals auch Windows, Linux und macOS als Host-Systeme. Während MDK V5 hauptsächlich auf Windows beschränkt war, können Entwickler nun in ihrer bevorzugten Betriebssystem-Umgebung arbeiten. Dies ist besonders relevant für Teams mit heterogener IT-Infrastruktur und moderne DevOps-Workflows.

2.  State-of-the-art Entwicklungsumgebung

Dank der Integration von Visual Studio Code steht Entwicklern mit Keil MDK V6 nun eine moderne Entwicklungsumgebung zur Verfügung mit vollständiger CMSIS-Workflow-Unterstützung, integriertem Debugger und nativer Git-Versionskontrolle.

Für Anwender, die weiterhin ihre die Umgebung früherer Keil MDK Versionen nutzen möchten, steht die bekannte µVision DIE weiterhin zur Verfügung.

3. Wirtschaftliche Vorteile von Keil MDK V6

Flexibleres Lizenzmodell für Keil MDK v6

Mit der Version 6 hat Keil umgestellt auf dein modernes, flexibleres Lizenzmodell: das User-Based-Licensing Konzept ermöglicht Entwicklern, ohne Einschränkungen von überall zu arbeiten. Eine Hardware-Bindung, z.B. per USB-Dongle ist nicht mehr erforderlich. Damit wird die Verwaltung von Lizenzen für Entwicklungsteams deutlich einfacher, und dank der flexiblen Subscription-Optionen skaliert Keil MDK V6 deutlich besser für Unternehmen als frühere Versionen. 

Erweiterte Funktionen in günstigeren Bundles

Der neue Zuschnitt der Produktfeatures in der Version 6 macht wichtige Features preiswerter zugänglich. So ist beispielsweise das Functional Safety Paket (FuSa) ohne Aufpreis in der Professional Edition integriert und wird nicht mehr als kostenpflichtiges Add-on berechnet. Die Middleware Komponenten sind bereits ab der Community Edition enthalten, die für nicht-kommerzielle Nutzung kostenlos bereitgestellt wird. Dies kann deutliche Kosteneinsparungen bringen für kleinere Unternehmen und für Projekte, in denen Safety-Anforderungen erfüllt werden müssen (ISO 26262, IEC 61508).

4. Erweiterte Integration von Arm Virtual Hardware

Dank der deutlich verbesserten Integration von Arm Virtual Hardware können Entwickler mit Keil MDK V6 ohne physische Hardware auf dem Host-System entwickeln und testen. Ihnen stehen dafür präzise Cortex-M Simulationsmodelle, umfassender Support für CI/CD Workflows und die Integration mit GitHub Actions zur Verfügung. Browserbasierte Entwicklung wird durch Keil Studio Cloud ermöglicht.  

5. IoT Edge Anwendungen mit Keil MDK V6 

Die Version 6 ist insbesondere optimiert für die wachsenden Anforderungen im Bereich Machine Learning (ML) und IoT Edge Anwendungen. Dafür bietet sie native Unterstützung für Cortex-M55 und Cortex-M85 MCUs und kann zudem mit Ethos-U Prozessoren integriert werden. Zur Entscheidungsfindung bei der Auswahl optimaler ML-Modelle stehen spezifische Analyse-Funktionen zur Verfügung.

6. Warum die Migration von Keil MDK V5 zu V6 jetzt sinnvoll ist

MDK V6 ist darauf ausgelegt, den Produktlebenszyklus über mehrere Jahre zu unterstützen. Die bewährte µVision IDE bleibt verfügbar, so dass Sie bei der Migration nicht sofort auf gewohnte Herangehensweisen verzichten müssen. Gleichzeitig bietet Keil MDK V6 moderne Workflows für neue Projekte. Das umfangreiche Ökosystem bleibt weiterhin nutzbar, mit vielfältigen Software Packs für spezifische Devices und Boards, umfangreichen Middleware-Bibliotheken, Code-Templates, etc.

Mit einem Wechsel zu Keil MDK V6 erschließen Sie eine Reihe von Vorteilen:

  • Flexibilität durch Multi-Plattform Support
  • Moderne Umgebung dank Visual Studio Code Integration und Cloud-Workflows
  • Kosteneffizienz, da mehr Features in günstigeren Editionen enthalten sind
  • Höhere Produktivität dank verbesserter Tools und Automatisierung
  • Zukunftssicherheit durch ML/IoT Optimierung und moderne DevOps-Integration

Sprechen Sie uns an und wir überlegen gemeinsam, ob ein Wechsel zu MDK V6 auch für Ihr Unternehmen vorteilhaft sein kann.

Frequently Asked Questions

Welche Keil MDK V6 Editionen sind verfügbar?

  • Community Edition, kostenlos nutzbar für nicht-kommerzielle Projekte. Diese Edition enthält alle grundlegenden Komponenten inklusive Middleware. Als IDEs stehen VS Code, Keil Studio Cloud und µVision zur Verfügung.

  • Essential Edition, die kommerzielle Edition ist uneingeschränkt und inklusive aller Community Features für kommerzielle Projekte nutzbar.

  • Professional Edition, für kommerzielle Nutzung, enthält zusätzlich auch Support für Arm Virtual Hardware und kann auch in heterogenen Umgebungen mit Legacy-Tools eingesetzt werden. Das Functional Safety (FuSa) add-on ist kostenfrei in dieser Edition enthalten.

Welche Lizenzarten gibt es bei Keil MDK V6?

  • Keil MDK V6 nutzt ein User-Based Licensing (UBL) Konzept, bei dem die Lizenz an den Benutzer gebunden ist – nicht an eine bestimmte Hardware. Ein Benutzer darf dieselbe Lizenz auf mehreren Geräten gleichzeitig nutzen, ohne Einschränkungen bei der gleichzeitigen Verwendung. Damit kann Jeder Entwickler flexibel von überall arbeiten – im Büro, im Homeoffice oder unterwegs, und es ist kein Lizenz-Server mehr erforderlich.
  • Die Keil MDK V6 Lizenzen werden auf Subscription-Basis angeboten (monatlich oder jährlich). 

Welche Unterstützung bietet Keil MDK V6 für die Integration mit Visual Studio?

  • Vollständige CMSIS-Workflow-Unterstützung
  • Integrierter Debugger
  • Native Git-Versionskontrolle
  • Zugang zu tausenden VS Code-Erweiterungen

Wie wird Arm Virtual Hardware mit Keil MDK V6 unterstützt?

  • Entwicklung und Tests sind ohne physische Hardware möglich
  • Präzise Cortex-M Simulationsmodelle
  • Unterstützung für CI/CD-Workflows
  • Integration mit GitHub Actions
  • Keil Studio Cloud für browserbasierte Entwicklung
  • Software-First-Entwicklungsansatz für schnellere Time-to-Market

Für welche Umgebungen ist Keil MDK V6 besonders interessant?

  • Teams, die plattformübergreifend arbeiten
  • Cloud- und CI/CD-Workflows
  • Projekte im IoT- und Machine-Learning-Bereich
  • Projekte, in denen Functional-Safety-Anforderungen erfüllt werden müssen

 

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